Der Präsident des Landesmusikrats Niedersachsen, Johannes Münter zur aktuellen Lage:

Wir sind uns alle bewusst, dass der Umgang mit der Covid-19-Pandemie eine große Herausforderung darstellt, die nicht nur die Kultur allein, sondern die gesamte Gesellschaft in nahezu allen Bereichen betrifft. Lösungen und Strategien einer Auseinandersetzung damit können deshalb nur global und spartenübergreifend entwickelt werden. Die Intensität und das rasante Tempo der Veränderungen in diesen Tagen zeigen uns, dass der langjährige Glaube an eine gewohnte Balance zerbrechlich sein kann. Wir wissen heute nicht, auf welche Zeiträume wir uns mit den augenblicklichen Einschränkungen einstellen müssen und wir können ebenso wenig einschätzen, welche Folgen sich aus der aktuellen Lage auf ganz unterschiedlichen Ebenen ergeben werden.

Der Landesmusikrat Niedersachsen arbeitet sehr engagiert, um Lösungen zur Problematik in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und innerhalb seines Netzwerkes zu finden. Täglich werden neue Entscheidungen und Maßnahmen aus medizinischer, ökonomischer und sozialer Fürsorge getroffen. Die Bewertung über eine angemessene und zufrieden stellende Wirkung dieser Entscheidungen unterliegt dabei einem großen und häufig persönlich geprägten Interpretationsspielraum. Der Landesmusikrat Niedersachsen begrüßt, dass die Verantwortlichen im Bund, in den Ländern und in den Kommunen wie auch in den zivilgesellschaftlichen Institutionen verantwortungsvolle Entscheidungen treffen und dabei grundsätzlich einen weitreichenden Blick auf die gesamtgesellschaftliche Situation in allen Bereichen, also auch der Kultur entwickeln.

Unsere Arbeit und unsere Musikkultur lebt davon, dass wir mit anderen Menschen zusammen arbeiten und Musik gemeinsam gestalten und erleben. Die Begrenzung der persönlichen Begegnungen ermöglicht uns aber derzeit keine gemeinsame Teilhabe. Das trifft in besonderem Maße unsere täglich Arbeit. Unser vorrangiges Ziel muss darin bestehen, die Gesundheit aller Menschen zu bewahren und eine entsprechende Vorsorge sicher zu stellen. Der Landesmusikrat Niedersachsen trägt dazu bei, dass aus dieser Fürsorge heraus zahlreiche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben worden sind und die Mitarbeiter*innen in den Bildungsreferaten, in der Landesmusikakademie und bei Musikland Niedersachsen den Betrieb durch Umstellung auf Home-Office aufrecht erhalten, um für die Anliegen der gesamten niedersächsischen Musikszene zur Verfügung zu stehen.

Darüber hinaus ist es unbedingt erforderlich, die sich zunehmend abzeichnende prekäre Lage der gesamten niedersächsischen Musikszene bestehend aus den im Landesmusikrat Niedersachsen institutionell organisierten Verbänden und Einrichtungen mit 500.000 musizierenden Menschen, den 2.800 ehrenamtlich geführten Musikvereinen der Laienmusik sowie der Vielzahl von freischaffenden Einrichtungen und Akteur*innen finanziell zu unterstützen, um die Handlungsfähigkeit und wirtschaftliche Existenz der Betroffenen sowohl jetzt wie auch in Zukunft zu gewährleisten. Deshalb müssen die bis jetzt schon zugesagten öffentlichen Mittel und Maßnahmen von Bund, Land und Kommunen schnell und weitgehend unbürokratisch an die Bedürftigen verteilt bzw. umgesetzt werden, um existenzbedrohende Auswirkungen in der niedersächsischen Musiklandschaft zu verhindern.

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