Als Pendant zu dem seit über 40 Jahren bundesweit existierenden Wettbewerb "Jugend musiziert" richtet der Landesmusikrat – mittlerweile regelmäßig alle zwei Jahre – den niedersächsischen Landeswettbewerb "Jugend jazzt" für Combos (bis acht Mitspielern) und Solisten aus, die sich eher den Blue Notes und der Improvisation verschreiben. Hier spielt neben den Wettbewerbsvorträgen vor Augen und Ohren einer internationalen Jury die Verbindung mit Sessions, Workshops und einem hochrangigen Konzertrahmenprogramm eine wichtige Rolle.
Nicht nur die Beratung durch die Fachjury unmittelbar nach dem Wettbewerbsvortrag bringt die Teilnehmer von "Jugend jazzt" weiter. Das Wertvollste sind die gezielten Fördermaßnahmen im Folgejahr, und zwar zwei Wochenendseminare, maßgeschneidert auf die Bandkonzepte, und die Vermittlung hochwertiger Konzertforen.

"Jugend jazzt" bringt vielerlei Überraschungen unter den Preisträgern hervor:
So waren 1998 unter den Gewinnern der Trophäe, dem "Jazzspatz", drei 14jährige Solisten. Im November 2002 lief in Göttingen der 6. Landeswettstreit, hier setzte sich mit "Bonuskäse" eine kammermusikalische Formation an die Spitze, die in ungewöhnlicher Besetzung zunächst sperrige, dann groovende eigene Titel wie "Honky Tonk Saxophone" interpretiert.

"Jugend jazzt" gibt es seit 1997 auch auf Bundesebene unter der Regie des Deutschen Musikrates. Hier wachen mehr als Dutzend Mentoren über die Leistungen des Jazznachwuchses der einzelnen Länder und bieten ebenfalls zahlreiche wertvolle Anschlussmaßnahmen wie eine Einladung zum Bundesjazzorchester, Instrumentensponsoring, CD-Produktionen und gezielte Bandcoachings.



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